Das Altlastenverzeichnis in Deutschland
Grundlagen: Aufbau des Katasters, Rechtsgrundlage, Eintragungsverfahren und die Folgen für Eigentümer.
8 Min. LesezeitDas Altlastenkataster für Steinkirchen führt Landkreis Stade, Amt für Abfall und Kreislaufwirtschaft als untere Bodenschutzbehörde für Landkreis Stade. Dort erhalten Sie die Auskunft, ob ein Grundstück in Steinkirchen als Altlast oder als altlastverdächtige Fläche geführt wird. Rechtsgrundlage ist das Niedersächsisches Bodenschutzgesetz (NBodSchG).
Kurz beantwortet
Das Altlastenverzeichnis für Steinkirchen führt Landkreis Stade, Amt für Abfall und Kreislaufwirtschaft als untere Bodenschutzbehörde. Die Auskunft für ein einzelnes Flurstück beantragen Sie dort schriftlich; Auskunft nach Kostenordnung, in der Regel 30 bis 120 Euro. Amtlich heißt das Register in Niedersachsen Altlastenkataster.
Ihr Antrag geht an Landkreis Stade, Amt für Abfall und Kreislaufwirtschaft als zuständige untere Bodenschutzbehörde. Wir stellen ihn in Ihrem Auftrag und übernehmen die Korrespondenz.
| Zuständige Stelle | Landkreis Stade, Amt für Abfall und Kreislaufwirtschaft |
|---|---|
| Register | Altlastenkataster (Niedersächsisches Bodeninformationssystem (NIBIS)) |
| Rechtsgrundlage | NBodSchG und BBodSchG |
| Gebühr | Auskunft nach Kostenordnung, in der Regel 30 bis 120 Euro |
| Bearbeitungszeit | in der Regel 1 bis 4 Wochen |
| Landkreis / kreisfreie Stadt | Landkreis Stade |
| Bundesland | Niedersachsen |
| Postleitzahlen | 21720 |
Altlasten und Bodenschutz, Führung des Altlastenkatasters sowie Auskunft über Altlasten und altlastverdächtige Flächen
Quelle: offizielle Website der Behörde , abgerufen am 28.08.2026
| Leistung | Gebühr | Rechtsgrundlage |
|---|---|---|
| Schriftliche Auskunft | 25,00 EUR - 500,00 EUR | Verordnung über Gebühren und Auslagen für individuell zurechenbare öffentliche Leistungen der informationspflichtigen Stellen beim Vollzug des Umweltinformationsgesetzes (Umweltinformationsgebührenverordnung |
| Telefonische oder mündliche Auskünfte | kostenfrei | — |
Für Landkreis Stade, Amt für Abfall und Kreislaufwirtschaft liegen uns keine verbindlichen Sprechzeiten vor. Wir geben hier bewusst keine geschätzten Zeiten an, weil untere Bodenschutzbehörden ihre Zeiten häufig kurzfristig ändern und Auskünfte ohnehin überwiegend schriftlich erteilt werden.
Gut zu wissen: Für die Altlastenauskunft ist kein persönlicher Besuch nötig. Ein formloser schriftlicher Antrag mit Gemarkung, Flur und Flurstücksnummer genügt in aller Regel.
| Amtliche Bezeichnung | Altlastenkataster |
|---|---|
| Fachinformationssystem | Niedersächsisches Bodeninformationssystem (NIBIS) |
| Landesgesetz | Niedersächsisches Bodenschutzgesetz (NBodSchG) |
| Bundesrecht | Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG), BBodSchV |
| Fachbehörde des Landes | Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) |
| Untere Bodenschutzbehörde | Landkreise, kreisfreie Städte und große selbständige Städte |
| Gebührenrahmen | Auskunft nach Kostenordnung, in der Regel 30 bis 120 Euro |
Niedersachsen führt die Altlastendaten im Fachinformationssystem des LBEG, die Auskunft im Einzelfall erteilt aber die untere Bodenschutzbehörde vor Ort. Für Rüstungsaltlasten gibt es gesonderte Zuständigkeiten.
Angaben zum Landesrecht nach dem Stand der Recherche und ohne Gewähr. Maßgeblich ist die jeweils geltende Fassung des Gesetzes sowie die Gebührenordnung der zuständigen Stelle.
Ein Eintrag enthält die Lage des Flurstücks, die dokumentierte frühere Nutzung, die daraus abgeleiteten Verdachtsstoffe, den Untersuchungsstand und die behördliche Bewertung. Nicht jeder Eintrag bedeutet eine bestätigte Altlast: Der weitaus größte Teil der erfassten Flächen ist zunächst nur altlastverdächtig.
Die Auskunft nennt außerdem, ob für die Fläche bereits eine orientierende Untersuchung oder eine Detailuntersuchung vorliegt und ob Nutzungsbeschränkungen eingetragen sind. Für die Bewertung eines Kaufobjekts ist dieser Verfahrensstand oft wichtiger als der Eintrag selbst.
Sie können den Antrag direkt bei Landkreis Stade, Amt für Abfall und Kreislaufwirtschaft stellen - formlos, schriftlich, mit Gemarkung, Flur und Flurstücksnummer. Das kostet Sie nur die amtliche Gebühr.
Wenn Sie den Weg abkürzen möchten, übernehmen wir das als privater Antragsservice: Wir stellen den Antrag in Ihrem Auftrag, reichen ihn bei der zuständigen Stelle ein und führen die Korrespondenz bis zum Bescheid.
Auskunft für Steinkirchen beantragenAngrenzende Gemeinden können in denselben oder in einen anderen Zuständigkeitsbereich fallen. Bei Grundstücken nahe der Kreisgrenze lohnt der Blick auf den Nachbarort.
Landkreis Stade, Amt für Abfall und Kreislaufwirtschaft führt das Altlastenkataster für Steinkirchen. Die Behörde ist untere Bodenschutzbehörde für Landkreis Stade und erteilt Auskünfte zu einzelnen Flurstücken.
Stellen Sie einen Antrag bei Landkreis Stade, Amt für Abfall und Kreislaufwirtschaft und geben Sie Gemarkung, Flur und Flurstücksnummer an. Sie müssen ein berechtigtes Interesse darlegen, etwa als Eigentümer, Kaufinteressent mit Vollmacht oder Bauherr. Niedersachsen führt die Altlastendaten im Fachinformationssystem des LBEG, die Auskunft im Einzelfall erteilt aber die untere Bodenschutzbehörde vor Ort. Für Rüstungsaltlasten gibt es gesonderte Zuständigkeiten.
Die Gebühr richtet sich nach dem Landesrecht von Niedersachsen: Auskunft nach Kostenordnung, in der Regel 30 bis 120 Euro. Der genaue Betrag steht im Gebührenverzeichnis der zuständigen Stelle.
Amtlich heißt es Altlastenkataster, das zugehörige Fachinformationssystem ist Niedersächsisches Bodeninformationssystem (NIBIS). Fachlich betreut wird es durch Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG).
Nicht automatisch. Der Eintrag bezieht sich auf ein konkretes Flurstück. Relevant für Nachbargrundstücke wird eine Altlast erst, wenn sich Schadstoffe über Grundwasser oder Bodenluft ausbreiten. Ob eine solche Schadstofffahne vorliegt, ergibt sich aus der Detailuntersuchung und ist Teil der behördlichen Auskunft.
Bei Grundstücken mit gewerblicher oder industrieller Vornutzung ist sie dringend zu empfehlen. Kaufverträge schließen die Haftung des Verkäufers für Sachmängel in aller Regel aus, sodass das Sanierungsrisiko nach dem Kauf beim Erwerber liegt. Die Auskunft kostet einen zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Betrag, eine Sanierung schnell ein Vielfaches.
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